Verkleidung von der Renaissance bis zur Revolution
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Verkleidung von der Renaissance bis zur Revolution
Originaltitel :confusion des sexes. Le travestissement de la Renaissance à la Révolution.
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Über dieses Buch
STEINBERG (Sylvie) La confusion des sexes. Le travestissement de la Renaissance à la Révolution. Fayard, 2001. Großes Oktav, XII-409 Seiten, Anmerkungen, Quellenverzeichnis und Bibliographie, Register, broschiert. Eine wissenschaftliche Studie über das Phänomen der Geschlechterverkleidung in Frankreich von der Renaissance bis zur Revolutionszeit. Das Werk dokumentiert zahlreiche Fälle von Frauen, die sich als Männer verkleideten, um der Armut zu entfliehen und…
STEINBERG (Sylvie) La confusion des sexes. Le travestissement de la Renaissance à la Révolution. Fayard, 2001. Großes Oktav, XII-409 Seiten, Anmerkungen, Quellenverzeichnis und Bibliographie, Register, broschiert. Eine wissenschaftliche Studie über das Phänomen der Geschlechterverkleidung in Frankreich von der Renaissance bis zur Revolutionszeit. Das Werk dokumentiert zahlreiche Fälle von Frauen, die sich als Männer verkleideten, um der Armut zu entfliehen und sich in die königlichen Armeen einzuschreiben, ihre Güter zu verteidigen oder Bürgerrechte zu beanspruchen, während männliche Verkleidungen selten und gesellschaftlich skandalös waren. Durch diverse Zeugnisse offenbart die Autorin die Verhaltenskodizes, Regeln und Werte einer auf Bluts- und Geschlechterhierarchie gegründeten Gesellschaft. Obwohl königliche Justiz Verkleidung als Betrugskriminalität behandelte, zeigten Richter oft Nachsicht gegenüber verhafteten Frauen in Männerkleidung, außer bei Prostitution. Die Studie zeigt, wie Ärzte und Moralisten die "angemessene Geschlechterdifferenz" anhand antiker Humorallehre verteidigten, eine Rechtfertigung, die später von Aufklärungsphilosophen zur Verteidigung der Geschlechterungleichheit übernommen wurde.