Description
LOYRETTE (Henri) [unter der Leitung von]
Daumier, 1808–1879 – Ausstellungsalbum [Arts Gallery of Canada, Ottawa, 11. Juni – 6. September 1999; Nationalgalerien des Grand Palais, Paris, 5. Oktober 1999-3. Washington, 19. Februar – 14. Mai 2000]
Treffen der Nationalmuseen. Paris 1999. Hardcover-Einband des Verlags unter illustriertem Schutzumschlag. Format in-4° (31,4 x 24 cm), 599 Seiten.
„Daumier war uns lange Zeit nur als der Karikaturist, der die Mächtigen zum Zittern brachte, oder als satirischer Chronist der Moral des Bürgertums des letzten Jahrhunderts in Erinnerung. In Wirklichkeit überschreitet das Talent dieses Künstlers, der sich mit gleicher Freude der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei und der Lithografie widmet, Klassifizierungen, ohne jemals aufzuhören, Stereotypen anzuprangern. Mit einem außergewöhnlichen Beobachtungssinn ausgestattet, bemühte er sich, das gewöhnlichste Alltagsleben zu malen, um ihm eine universelle Dimension zu verleihen. Daumier schrieb nicht, sprach wenig, wurde zu Lebzeiten selten ausgestellt und starb fast blind und in Gleichgültigkeit. Sein marginaler Platz in der Geschichte der französischen Kunst und die späte Anerkennung seines Werks rechtfertigen heute die große Retrospektive, die ihm gewidmet ist. Ziel dieses Begleitwerks ist es, das schöpferische Genie eines Künstlers in seiner ganzen Breite zu zeigen, den Baudelaire als „einen der bedeutendsten Männer der modernen Kunst“ bezeichnete.
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„Daumier war uns lange Zeit nur als der Karikaturist, der die Mächtigen zum Zittern brachte, oder als satirischer Chronist der Moral des Bürgertums des letzten Jahrhunderts in Erinnerung. In Wirklichkeit überschreitet das Talent dieses Künstlers, der sich mit gleicher Freude der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei und der Lithografie widmet, Klassifizierungen, ohne jemals aufzuhören, Stereotypen anzuprangern. Mit einem außergewöhnlichen Beobachtungssinn ausgestattet, bemühte er sich, das gewöhnlichste Alltagsleben zu malen, um ihm eine universelle Dimension zu verleihen. Daumier schrieb nicht, sprach wenig, wurde zu Lebzeiten selten ausgestellt und starb fast blind und in Gleichgültigkeit. Sein marginaler Platz in der Geschichte der französischen Kunst und die späte Anerkennung seines








