Beschreibung
William, Harvey, (1578-1657)
Exercitationes de Generatione Animalium, quibus accedunt quaedam De Partu : de Membranis ac humoribus Uteri & de Conceptione
Amstelaedami, apud Joannem Ravesteynium, 1651, 80 x 137 mm., [28] , 388 , [3] pp. de table, reliure plein cuir (Volllederbindung), coins émoussés (abgerundete Ecken), manque en coiffe supérieure (fehlende obere Kopfzeile), quelques feuillets comportant de pâles auréoles (einige Blätter mit blassen Auren).
Ein wegweisendes Monument der modernen Embryologie
Mit einem eindrucksvollen gravierten Frontispiz geschmückt – Jupiter thronend, ein Ei öffnend, aus dem die gesamte Schöpfung hervorsprudelt – verkörpert dieses Werk allein die darin enthaltene wissenschaftliche Revolution.
William Harvey, berühmt dafür, das Geheimnis des Blutkreislaufs entschlüsselt zu haben, präsentiert hier seinen zweiten Meisterstreich: eine vollständige Neugestaltung unseres Verständnisses vom Leben selbst.
Mit den Exercitationes de Generatione Animalium durchbricht Harvey zwei Jahrtausende aristotelischen Dogmas und stellt eine kühne These auf: Alles Leben entsteht aus einem Ei – ex ovo omnia. Das Ei ist nicht mehr ein bloßer Behälter; es wird zum Hauptgenerationsfaktor, dem Ausgangspunkt jeder Existenz.
Warum dieses Werk wesentlich ist
• Erste wirklich neue Theorie zur Entstehung seit der Antike
• Grundlage des epigenetischen Prinzips: Der Embryo entwickelt sich schrittweise, er ist nicht vorgeformt
• Ausgangspunkt der Suche nach dem Säugetier-Ovulum, die zwei Jahrhunderte später zu seiner Entdeckung führte
Ergebnis eines ganzen Lebens voller Beobachtung und Experimenten, ist dieser Traktat nicht nur ein historischer Meilenstein: Er ist das Grundgerüst der modernen Embryologie, ein Exemplar, das Seltenheit, ikonografische Schönheit und außergewöhnliche wissenschaftliche Bedeutung vereint.

















